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Mit dem aktuellen, detaillierten Reiseführer vom Michael Müller Verlag gut vorbereitet auf die TourBalance-Reise nach Pico.

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Geniesse die ursprüngliche Natürlichkeit dieser faszinierenden Vulkaninsel mitten im Atlantik mit dem gleichnamigen Berg Pico, der mit einer Höhe von 2.351m gleichzeitig der höchste Berg Portugals ist und komme in Kontakt mit den Walen und Delfinen, die sich vor dieser magischen Insel in einer sonst weltweit nur selten anzutreffenden Vielfalt tummeln.

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Reisebericht Pico


Schon die Anreise nach Pico ist etwas ganz Besonderes:

Obwohl die Azoren als portugiesische Inselgruppe zu Europa gehören, fliegen wir ab Lissabon ca. drei Stunden nur über Wasser hinweg. Die unendliche Weite und das tiefe Blau des atlantischen Ozeans erzeugen sogar von oben betrachtet das Gefühl grenzenloser Freiheit . Wie wird es erst sein, wenn wir unsrere Ozeantouren erleben!

Mitten im Ozean tauchen dann die Vulkaninseln des Azorenarchipels auf, von denen jede ihren eigenen Charakter und ihren eigenen Reiz hat. Wir landen auf Pico und das Blau der letzten Stunden wird abgelöst von schwarzem Basaltstein und üppiger grüner Vegetation.

Vom Flughafen fahren wir mit unserem Mietwagen entlang der gewundenen Küstenstrasse mit einem atemberaubenden Ausblick über das blaue Meer zur Nachbarinsel Sao Jorge. Auf der anderen Seite erhebt sich majestätisch der alles überragende Berg Pico, der als 2.351m hoher Vulkan sogar die höchste Erhebung ganz Portugals ist. Eben strahlte noch die Sonne bei klarem blauem Himmel und nun steuern wir unser Auto durch schleierhaftes Grau –wie schade. Es sollen doch sonnige Ferien werden. „Hoffentlich bessert sich das Wetter in den nächsten Tagen“ mag man andernorts denken. Anders auf Pico: schon nach ein paar weiteren Kilometern am äußersten Ende der Insel haben wir die Wolkenhöhe verlassen und die Sonne lacht uns wieder an. Pico- eine Insel, aber vier Jahreszeiten an einem Tag. Die Azoren als Wetterküche Europas bieten Sonne, Regen, Nebelwolken und Wind in einem abwechslungsreichen Mix. Man muss sich nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort aufhalten – oder warten, bis in einer halben Stunde das Wetter ganz von allein wieder anders wird.

 

Unsere Unterkunft liegt sehr ruhig auf einem hügeligen Naturgelände mit vielen subtropischen Pflanzen und  in Fußwegentfernung vom Meer. Es gibt mehrere Grillecken, verschiedene Spielangebote im Aussenbereich und ein Natursteinhaus dessen Aufenthaltsraum mit Kamin, Bibliothek und kleiner Bar zum gemütlichen Verweilen einlädt. Unsere Ferienhäuser sind auf dem Gelände locker verteilt und mit viel Freiraum familiengerecht eingerichtet.

 

Da wir zwei Stunden Zeitdifferenz zu Europa haben und den ganzen Tag unterwegs waren, freuen wir uns auf ein typisch azorianisches Barbecue. Die Kost der Insel ist geprägt durch frischen Fisch und schmackhaftes Fleisch  der zahlreichen Rinder und Schweine der Insel. Begleitet werden die Hauptspeisen von Kartoffeln,  Süßkartoffeln, Yams und Brot. Da „viele Rinder“ auch automatisch „viele Milchkühe“  bedeuten, gibt es auf den Azoren überall hervorragenden Käse, der Groß und Klein besonders gut schmeckt. Vom weissen Frischkäse, am besten genossen mit scharfer Chilisoße, bis zum goldgelben Butterkäse ist für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Wal-/Delfinausfahrt

Ein besonderes Highlight dieser Reise sind die Wal- und Delfinausfahrten. Nachdem wir im flachen Wasser die genaue Handhabung von Schnorchel und Maske erklärt bekommen haben und bereits geübt haben, uns mit unseren Flossen an den Füßen fortzubewegen, geht es endlich los auf den Ozean. Wir fahren mit unserem erfahrenen Skipper gemeinsam an Bord eines flotten Motorbootes aus der Hafeneinfahrt von Lajes und spüren schon die salzige Luft des Atlantiks. Als wir über Funk eine Anweisung erhalten, wo Tiere von Land aus gesichtet wurden, wird gemeinsam entschieden: fahren wir heute zu den Pottwalen, die sich im Westen aufhalten oder doch lieber zu den Delfinen, die sich gerade in östlicher Richtung tummeln? Wir entscheiden uns, den neugierigen Delfinen zu begegnen und sind schon sehr erwartungsvoll. Plötzlich sehen wir vor uns „brodelndes“ Wasser und die Gruppe der ca. 50-70 Delfine ist mit ihren Sprüngen und schnellen Bewegungen unübersehbar. Wir reduzieren unsere Geschwindigkeit, um uns den Tieren behutsam zu nähern. Die in Freiheit wild lebenden Meeressäuger findet man vor Pico in aussergewöhnlich hoher Zahl. Sofort notieren wir zur Unterstützung der Meeresforscher den genauen GPS-ermittelten Standort, die Anzahl der gesichteten Tiere, um welche Spezies es sich handelt und wie die Gruppe sich verhält. Es sind keine Jungtiere dabei und wir haben eine besonders neugierige Spezies getroffen: der Skipper bietet an, ob jemand mit den Tieren schwimmen möchte. Auf eigenes Risiko dürfen maximal zwei Personen gleichzeitig ins Wasser, um mit den Delfinen  im offenen Ozean zu schwimmen. Mit weichen Knien vor Aufregung lassen wir uns vom Boot aus sanft und leise ins tiefe Blau hinein gleiten. Das Geräusch der Delfine mit ihrem Klicken und Zwitschern ist das Erste, was unter Wasser zu spüren ist. Dann sind sie auch unter Wasser zu sehen. Welch ein unglaubliches Glück – ein paar Tiere aus der Gruppe sind neugierig und lenken ihre Aufmerksamkeit auf die beiden Fremden in ihrem Element. Mit nur wenigen Metern Abstand sehen wir uns in die Augen, dann ziehen sie weiter. Noch ganz und gar benommen von diesem besonderen Erlebnis schwimmen wir zurück zu unserem Boot und schildern den Anderen unsere Erlebnisse. Unter Wasser geht das Zeitgefühl verloren: was sich wie eine Begegnung von nur ein paar Sekunden anfühlte, waren mehrere Minuten gewesen.

Zufrieden setzen wir unsere Fahrt auf dem Meer vor der Küste fort und haben ständig den mächtigen Vulkan Pico in unserem Rücken. Plötzlich sehen wir eine neblig versprühte Wasserfontäne – der  Blas eines Pottwals  an unserer rechten Seite läßt uns wieder langsamer werden. Das Boot wird gestoppt, um  die ruhige Atmung des riesigen Tieres durch nichts abzulenken und mit rücksichtsvollem Abstand beobachten wir dieses Geschöpf. Die Kameras sind gezückt und wir machen „Jagd“ auf das schönste Flukenfoto dieses Urlaubs. Als sich der Rücken zu einem Buckel formt, sammelt der Wal alle Kraft zum Abtauchen und zeigt uns zum Abschied seine majestätische Fluke, bevor er in der Tiefe zur Nahrungssuche verschwindet. Erst in 45 Minuten wird er wieder auftauchen, aber wir fahren nun voller neuer Eindrücke durch die salzige spritzende Gischt zurück nach Lajes und freuen uns auf eine prickelnde Erfrischung und festen Boden unter den Füßen.

 

 

Eindrücke verfasst von Silke Matz/Pico - Azoren             

 

 

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Azoren Pico Meeresbiologie Delfinschwimmen Vulkane Walbeobachtung Fischen Tauchen Wandern Höhlen Geologie Meteorologie Ozeanografie Wale Delfine Reiten Natururlaub Familienurlaub Fotoreisen Energie Reisen Atlantis Engel-der-Meere 

Diashow Pico:

Webcam Pico

 

Eine wundervolle Einstimmung auf Azoren-Urlaub bietet dieses Video der Nachbarinseln Terceira und Graciosa mit unserer Meeresbiologin Mara

 

Azoren - Infos allgemein

Lage:                9 Inseln mitten im Atlantik zwischen Lissabon und New York, portugiesische Staatszugehörigkeit (EU)

Einwohner:        Azoren gesamt ca. 240.000, Pico ca. 15.000

Gesamtfläche:   2327 Quadratkilometer (entspricht etwa der Fläche Luxemburgs)

Hauptstadt:       keine offizielle – sowohl Ponta Delgada (Sitz der Regierung) als auch Horta (Sitz der Regionalversammlung) und Angra (Sitz der Repräsentanten der Zentralregierung) haben Hauptstadtcharakter

Telefon:             00351 (Vorwahl Portugal)

Zeit:                  MEZ minus 2 Stunden

Einreise:            Für deutsche Staatsbürger genügt ein Personalausweis

Sprache:            Portugiesisch. Englisch, Französisch oder Spanisch wird überall gesprochen und verstanden, mitunter auch Deutsch

Geld:                 Euro, Banken gibt es in größeren Städten auf allen Inseln mit Ausnahme von Corvo. Kreditkarten werden z.T. akzeptiert

Gesundheit:       Die ärztliche Versorgung ist gut. Apotheken gibt es in allen Hauptorten. Impfungen sind nicht erforderlich. Empfehlenswert ist eine Auslandskrankenversicherung

Sicherheit:         Die Azoren sind ein sehr sicheres Reiseziel. Kriminalität ist so gut wie unbekannt

Azoren_Broschuere_A-Z.pdf

Nachhaltigkeitsbeschreibung Azoren (engl. OF)

Azores_Sustainable_Tourism_Destination.pdf